{"id":2571,"date":"2018-03-04T17:11:30","date_gmt":"2018-03-04T17:11:30","guid":{"rendered":"http:\/\/neurokultur.ch\/?page_id=2571"},"modified":"2024-12-19T13:44:21","modified_gmt":"2024-12-19T13:44:21","slug":"neurokultur","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/neurokultur.ch\/?page_id=2571","title":{"rendered":"NEUROKULTUR"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Neurokultur&#8220;, ein Neologismus? In den vergangenen Jahren sind Neuro\u00e4sthetik-Institute entstanden, welche die Verbindung von Neurologie und Kunst untersuchen. Als Neuro\u00e4sthetik wird ein Forschungsprogramm bezeichnet, dessen Ziel es ist, die neurobiologischen Grundlagen \u00e4sthetischer Empfindungen, etwa bei der Rezeption von Kunst oder Musik, sowie der kreativen Prozesse beim Erschaffen solcher Werke zu erforschen.<\/p>\n<p>In unserem &#8222;Haus der Paradiesv\u00f6gel&#8220; unterhielten meine Frau Liselotte und ich bis 2018 eine Praxis f\u00fcr Ergotherapie und Neurofeedback. Grundlage f\u00fcr das Neurofeedback sind die Neurowissenschaften und &#8211; psychologie. Mit verschiedenen Therapiedesigns versuchten wir, selbstorganisierende neuronale Aktivit\u00e4ten des Hirns einer Klientin, eines Klienten zu unterst\u00fctzen und in eine Balance zu bringen. Was damit genauer gemeint ist, wird in der\u00a0<a href=\"https:\/\/neurokultur.ch\/?attachment_id=2597\">Seminararbeit<\/a>\u00a0erl\u00e4utert. Gelingt dies, werden in einem Lernporzess dank neuronaler Plastizit\u00e4t Verbindungen im Netzwerk nachweislich neu gebahnt (fMRI), verbunden mit z.T. erstaunlichen Ver\u00e4nderungen im emotionalen, kognitiven und Verhaltensbereich. Und nach wie vor f\u00fchren wir kulturelle Veranstaltungen durch, d.h. sowohl die Neurowissenschaften als auch die \u00c4sthetik waren und sind uns stets ein Anliegen, ohne sich jedoch (bisher) um die Zusammenh\u00e4nge dieser beiden Gebiete zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Interessant ist nun, dass w\u00e4hrend eines kulturellen Anlasses je nach Art und Qualit\u00e4t der Darbietung sowohl beim Akteur als auch bei der Zuschauerin oder beim Zuh\u00f6rer ganz \u00e4hnliche Vorg\u00e4nge und Aktivit\u00e4tsmuster hervorgerufen werden wie in einem Neurofeedback-Prozess, sofern sich zwischen Akteur und Rezipient eine Resonanz einstellt. Ein sensibler Akteur wird die Stimmung im Plenum aufnehmen, die ihn seinerseits in einem Feedbackprozess animiert und seine kulturelle Darbietung moduliert. Im Zustand entspannter Aufmerksamkeit befindet sich die neuronale Dynamik des Hirns in einem sogenannten selbstorganisierten kritikalen Zustand mit breiter Skaleninvarianz und mit besonders aktivem Default Mode- und Salient-Netzwerk (<a href=\"https:\/\/neurokultur.ch\/?attachment_id=2597\">Seminararbeit<\/a>). Weist unser neuronales Netzwerk die Flexibilit\u00e4t auf auch im Alltagsgeschehen immer wieder diesen Flow-Zustand einzunehmen, geht uns vieles leichter von der Hand.<\/p>\n<p>Allerdings haben wir es meist nicht mit lebendigen Akteuren und Rezipienten wie bei einer Darbietung zu tun, sondern mit Objekten, wie z. B. bei einer Ausstellung oder wenn wir uns in der bebauten und unbebauten Umgebung bewegen. Dann haben wir keinen Einfluss auf die Stimuli. Nichts desto trotz, auch ohne den oben beschriebenen Feedbackprozess wird das Reizspektrum kurz-, mittel- oder langfristig unsere Befindlichkeit oder gar unsere Gesundheit beeinflussen. Wie dieses Reizspektrum beschaffen sein k\u00f6nnte oder m\u00fcsste, damit sich vermehrt eine entspannte Aufmerksamkeit einstellen kann, wird Thema einer l\u00e4ngeren Abhandlung \u00fcber die bebaute Umwelt sein, die sp\u00e4ter an dieser Stelle zu finden sein wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Neurokultur&#8220;, ein Neologismus? In den vergangenen Jahren sind Neuro\u00e4sthetik-Institute entstanden, welche die Verbindung von Neurologie und Kunst untersuchen. 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